Backen und Kochen ohne Eier: 8 Ideen für den Ei-Ersatz

Für das Backen und Kochen ohne Eier gibt es gute Gründe:

  1. Erstens ist das Hinzufügen von Eiern beim Backen von Kuchen, Gebäck und Broten nicht zwingend notwendig: Jedes Rezept lässt sich durch die Verwendung eines geeigneten Ei-Ersatz-Produktes verändern und vegan gestalten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, damit Teig trotzdem schön fluffig-luftig, Speisen angedickt oder Zutaten gebunden werden. Und das Beste: Die meisten Zutaten haben wir sowieso schon zu Hause vorrätig.
  2. Zweitens senken die Ei-Alternativen die Risiken eines zu hohen Cholesterin-Spiegels – durch einen reduzierten Konsum von Eiern und Eier-Speisen.
  3. Und drittens ist ein reduzierter Ei-Konsum auch aus Sicht des Tierwohls und Umweltschutzes eine gute Idee:
19 Milliarden (!) Eier verspeisen wir pro Jahr allein in Deutschland. Wenn man bedenkt, dass ein Huhn durchschnittlich ca. 300 Eier pro Jahr legt, dann sind das umgerechnet ca. 64 Millionen Hühner, die dafür gehalten werden müssen. Hinzu kommen knapp 50 Millionen männliche Küken, die direkt nach der Geburt getötet werden. Die „Legeleistung“ nimmt nach 2–3 Jahren ab, dann werden die Hühner geschlachtet. Die eigentliche Lebenserwartung beträgt jedoch 5–9 Jahre.

Nicht nur für die Haltung, auch zum Anbau der Futtermittel, wie z. B. Soja, werden in Summe riesige Flächen benötigt – oft auch zu Lasten des Regenwalds.⁣⁣

Überzeugt, es mal ohne Eier zu probieren? Gut, dann kommen jetzt hier unsere Ei-Ersatz-Ideen.🥚🍳😊

(Titelmotiv: pexels.com)

Unsere 8 Tipps für vegane Ei-Alternativen:

⁣⁣Die Hochphase des Ei-Konsums fällt definitiv in die Osterzeit. Daher wollen wir euch pünktlich zum Osterfest geeignete Ei-Ersatz-Alternativen vorstellen. 1 Ei kann ersetzt werden durch:
  • 2–3 EL Apfelmus
  • ½ zerdrückte (reife) Banane
Apfelmus und Bananenmus eignen sich besonders gut für saftig-weiche Backwaren, wie z. B. Kuchen, Muffins, Pfannkuchen und Waffeln. Die Bananen-Variante als Ei-Ersatz schmeckt leicht durch, was aber natürlich auch sehr passend und lecker sein kann.
  • 1 EL Leinsamen (geschrotet/gemahlen)
  • 1 EL Chiasamen
Jeweils mit 3 EL Wasser in ein Glas geben und 10 Minuten im Kühlschrank quellen lassen. Die klimafreundlichere Alternative stellen hier die Leinsamen aufgrund der kürzeren Transportwege dar. Optimal für Brot und Kekse.
  • 1 EL Sojamehl
  • 1 EL Kichererbsenmehl 
Jeweils mit 2 EL Mineralwasser mixen und kurz stehen lassen. Die Mehl-Mischungen eignen sich für Brote, Kuchen, Muffins, Kekse und Pfannkuchen/Pancakes. Je nach Menge, bringt das Sojamehl einen leichten Eigengeschmack mit. Aus Kichererbsenmehl, einem Schuss Pflanzenmilch sowie Salz und Pfeffer lässt sich auch wunderbar ein veganes Omelette zaubern.
  • 1 EL Johannisbrotkernmehl
  • 3 EL Pflanzenjoghurt
Ebenfalls mit 2 EL Mineralwasser verrühren und kurz stehen lassen. Johannisbrotkernmehl ist außerdem zum Verdicken und Binden von kalten Speisen geeignet, wie z. B. Pudding und Cremes, oder zum Eindicken von Soßen und Suppen. Auch Pflanzenjoghurt eignet sich zum Backen oder Herstellen von Kaltspeisen.
  • 50 g Seidentofu
  • 1 EL Apfelessig + 1 TL Natron
Seidentofu rühren, bis dieser eine cremige Konsistenz erhält bzw. Apfelessig und Natron mit in den Teig geben. Geeignet für besonders weiche, fluffige Backerzeugnisse, wie z. B. Kuchen, Muffins & Co. Die Tofu-Variante bringt ggf. einen leichten Eigengeschmack mit.

Weitere Ideen, um auf die Verwendung von Eiern zu verzichten:

  • Aquafaba (Kichererbsen- oder Bohnenwasser): Das Wasser lässt sich aufschlagen wie Eisschnee, zum Herstellen von Baiser oder Käsekuchen.
  • Kala Namak (auch Schwarzsalz): ist zum Würzen von veganen Omelettes oder zum Herstellen von veganem Eiersalat geeignet, da es leicht schwefelig schmeckt.
  • Kurkuma (auch Gelbwurzel): verleiht Gerichten die typisch gelbe Farbe.
Habt ihr weitere Tipps für vegane Ei-Alternativen? Schreibt uns zum Beispiel auf Instagram! 🐣👌

Eure Lisa & Katrin